Unsere ältere Tochter hatte einmal eine Diskussion mit Ihrer Freundin, die gerade traurig und enttäuscht war. Diese meinte niedergeschlagen: " Gott tut heute gar keine Wunder mehr, vielleicht früher mal aber heute nicht mehr. "

Unsere Tochter meinte dazu: " doch tut er, er macht heute noch grosse und kleine Wunder aber ich glaube das Gute vergisst man schnell wieder und das Böse und Traurige brennt sich viel mehr im Herzen ein ."

Diese Antwort überraschte mich und ich habe mich deshalb entschieden die grossen und kleinen Wunder aufzuschreiben, damit sie nicht vergessen gehen ( an die unerfüllten erinnert man sich ja sowieso...). Auf dieser Seite werden wir Sie in unregelmässigen Abständen an diesen Wundern teilhaben lassen.

 

19.11.2015 Kuh steht kurz vor dem Schlachttermin auf

Seit einer Woche kämpfen wir um die Gesundheit dieser Kuh, die nach dem Abkalben an Milchfieber erkrankte. Nach etlichen besuchen des Tierarztes und physiotherapeutischen Massnahmen ( soweit dies bei einer 700 kg schweren Kuh überhaupt möglich ist) gab es einfach keine Besserung. Am Sonntag sassen wir mit unseren vier Kindern zusammen und haben gemeinsam für diese Kuh gebetet, in vollem Glauben, dass nur noch Gott sie wortwörtlich wieder auf die Beine bringt.

Leider haben wir es noch nie erlebt, dass eine Kuh die an Milchfieber erkrankte und länger als zwei Tage "fest lag" wieder gesund wurde.

So schien es auch hier zu sein, sie wollte einfach nicht mehr aufstehen. Gestern haben wir sie schweren Herzens dem Metzger angemeldet, der Heute um 13.00 Uhr kommen wollte um sie zu töten.

Um 10.00 Uhr geschah das Wunder und wir durften dieses obige Bild erleben!

Da können wir einmal mehr sagen Praise the Lord!

Der Metzger hat nun einen freien Nachmittag...

24.10.2014 Kalb in den Jauchschacht gefallen

Es ist ein wunderbarer Herbsttag und mein Garten ruft in voller Lautstärke, ich solle ihn endlich für den Winter herrichten. Bei solch einem warmen, sonnigen Herbstwetter fällt einem das nicht schwer, sofern ich mich nicht auf dem Hof umsehe und die Berge an unerledigten Arbeiten entdecke, die es sonst noch zu tun gäbe.

Mein Mann fährt gerade mit dem Mischwagen an mir vorbei, um ihn bei unserem Landmaschinenmech in Lindau zu reparieren. Kaum habe ich das zweite Beet in Angriff genommen, fängt eine Kuh an zu muhen. Es ist wie bei einem Kind man kann ja nicht beim ersten pieps schon rennen. Es gibt immer mal was zu maulen, entweder sie muss vor dem Melkroboter warten bis sie endlich drankommt, eine Kollegin steht gerade an

"ihrem" Fressplatz oder aber sie begrüsst ebenfalls das schöne Wetter durch den offenen Stall.

Das anhaltende muhen macht mich dann aber doch stutzig und ich entschliesse mich, nachzusehen was los ist. Es könnte ja sein, dass eine stierig ist oder etwa am abkalben. Der Kontrollgang durch die zwei Laufgänge hat jedoch nichts gebracht und im Moment war es auch gerade wieder Ruhig.

Die Gelegenheit nutze ich gleich, um den Mistschieber laufen zu lassen, den wie in der Wohnung, mag ich es auch hier, wenn es ordentlich ist, also lieber einmal mehr, als zu wenig misten.

Gedacht getan, dann kann ich wieder an mein Gartenwerk gehen.

Doch kaum bin ich unten, geht das gemuhe von neuem los. " Du kannst mich mal ", denke ich, " ich hab für solche Spiele keine Zeit . " Als ich aber nicht auf die Rufe reagiere, streckt die Kuh kurzerhand ihren Kopf durch die Stäbe des Gatters und rüttelt wie eine Irre daran!      " Spinnt die? Das habe ich ja noch nie erlebt ", denke ich und stapfe erneut in Richtung Stall. Wieder der Rundblick durch die Gänge, wieder nichts. Doch da! An der der Ecke zum Jaucheschacht, in den der Schieber den Mist runterspühlt, hängt eine Versäuberung! Das darf doch nicht wahr sein! Ich flehe zu Gott, dass da kein Kalb drin ist! Und doch, als ich mich bücke und ängstlich in den Schacht runter sehe, steht (!) da tatsächlich ein frischgeborenes Kälbchen!

Oh Gott, oh Gott! Was mache ich jetzt? Alleine kriege ich es da niemals hoch. Handy lässt grüssen! Aber wie es so ist, wenn mal einmal froh ist, hört es mein Mann natürlich nicht. Na ehrlich gesagt bin ich auch sonst schon öfters froh gewesen ums Handy...

Jedenfalls rattert es in meinem Kopf; rufe ich in der Landmaschinenbude an? Aber bis er von Lindau mit dem Traktor hierhergetuckert ist dauert es viel zu lange. Fahre ich mit dem Auto dorthin und hole ihn? Auch das erscheint mir viel zu lange, Lindau ist ja so weit weg... Aber es gibt nicht anderes. Also düse ich los, mich trotz allem möglichst an die Verkehrsregeln haltend und schreie (tatsächlich laut) auf der ganzen Fahrt ER (Gott) solle das Kälbchen beschützen.

Eigentlich ist das ja unmöglich, erstens steht ein frisches Kalb nicht so schnell oder dann nicht so lange, also würde es ertrinken oder es stirbt an den Gasen.

Aber bei Gott ist schliesslich nichts unmöglich also schreie ich weiter.

Endlich, endlich mit Ruedi zu Hause springt er sofort zum Schacht aber da ist kein Kalb. Entweder spinne ich jetzt, in so Schocksituationen weiss man ja nie, oder es ist ertrunken oder durch den Schacht nach vorne gelaufen und ins grosse Loch gefallen, was sein sicherer Tod bedeutet. Ohne lange zu überlegen steigt mein Mann in den Schacht hinunter. Da dabei sein Kopf immer noch auf Bodenhöhe ist, besteht für ihn keine Vergiftungsgefahr. Er findet das Kalb liegend, den Kopf nur noch zu Hälfte über der Gülle und lebend !! Die Mutter läuft währenddessen immer noch Amok. Zum Schacht und weg, zum Schacht und weg und muht die ganze Zeit. Wer kann es ihr verübeln!? Ruedi gibt mir die Vorderbeine der Kälbchens hoch und schiebt dann von hinten nach. Zusammen hieven wir es hoch. Danach duschen wir erst das Kalb und dann uns gleich draussen ab. Schliesslich können wir nicht vor Gülle tropfend ins Haus...

Nachdem Mutter und Tochter zusammen im weichen Stroh liegen, kann auch Mamma Muh sich endlich erholen!

Und wir sind Gott einfach nur dankbar für dieses Wunder der Rettung!

Zu Seiner Ehre heisst das Kalb nun "Delsean" ( Hebräisch=Gottes Gnade)

Familie

Iris Isler

Obholz 4

8309 Nürensdorf

Tel.  044 836 71 04

Fax.  044 836 71 04